b4p Trends Finanzen: Zwischen Krypto und Sparbuch – wie die Menschen in Deutschland ihr Geld anlegen 

Das Interesse der Menschen in Deutschland an finanzieller Vorsorge ist hoch – zugleich bestehen große Unsicherheiten und ein erheblicher Orientierungsbedarf. Wie die Menschen ihr Geld anlegen, sich informieren und welche Rolle neue Technologien und Anlageformen wie Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen dabei spielen, zeigt der aktuelle b4p-Trendreport „Finanzen“ der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK).

Zentrale Ergebnisse 

  • Jede:r Zweite interessiert sich für Möglichkeiten rund ums Geldanlegen 
  • Mehr als ein Drittel will in den nächsten 12 Monaten investieren
  • Digitale Tools, Apps und KI-Gestützte Angebote gewinnen an Bedeutung 
  • Große Unterschiede zwischen Altersgruppen und Geschlechtern

München, 25. Februar 2026. Let‘s talk about moneyMehr als neun Billionen Euro an Geldvermögen – darunter Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere, Versicherungsansprüche ‒ lagen Ende 2024 laut der Deutschen Bundesbank in privaten Haushalten auf der hohen Kante. Immobilen und andere Sachwerte nicht mitgerechnet. Das Geldvermögen der Bundesbürger in Deutschland wächst weiter, während gleichzeitig wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen und das Vertrauen in die gesetzlichen Vorsorgesysteme schwindet. Vor diesem Hintergrund wollte die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) in ihrem aktuellen b4p-Trendreport „Finanzen“ wissen, wie die Menschen in Deutschland sparen, investieren und wo sie sich Orientierung suchen. 

Investitionswillen trotz Unsicherheit: Jeder Dritte will aktiv werden 

40 Prozent (Männer 50% vs Frauen 30%) der Menschen in Deutschland fühlen sich mit Blick auf ihre finanzielle Absicherung im Alter gut aufgestellt – beinahe ebenso viele (38%) sind unsicher. Insbesondere die gesetzliche Rente hat ein Glaubwürdigkeitsproblem: Nur noch 24 Prozent halten sie für sicher. Entsprechend interessiert sich die Hälfte der Befragten für Geldanlagemöglichkeiten und 34 Prozent (40% Männer; 27% Frauen) wollen in den nächsten 12 Monaten Geld anlegen. Für 75 Prozent steht dabei Sicherheit über hoher Rendite – Renditeversprechen allein überzeugen die wenigsten. 

Für Anbieter von Finanzprodukten und -dienstleistungen ergeben sich daraus relevante Kommunikationspotenziale – insbesondere dort, wo Sicherheit, Transparenz und Verständlichkeit gefragt sind. 

Anlegen und informieren: Zwei Generationen, zwei Strategien

Bleibt also die Frage: Wohin mit dem Geld? Die Antwort fällt je nach Generation unterschiedlich aus – und das sowohl in Bezug auf die Anlageformen als auch Informationsquellen, die zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

So sind jüngere unter 30 Jahren risikobereiter und investieren häufiger in ETFs (25%), Aktien (23%) oder Kryptowährungen (12%). Neben digitalen Anwendungen wie KI, Social Media oder Podcasts spielen bei der Informationsbeschaffung redaktionell aufbereitete Inhalte eine wichtige Rolle, insbesondere wenn es um Einordnung, Vergleich und Verständlichkeit komplexer Finanzthemen geht. 
Die 30- bis 49-Jährigen wiederum verfolgen einen ausgewogenen Ansatz. Sie investieren und informieren sich breit. Sie nutzen Wirtschaftsseiten, journalistische Angebote ebenso wie persönliche Empfehlungen, Finanzberater und digitale Tools und Apps. Orientierung entsteht hier also aus der Kombination unterschiedlicher Quellen. 

Ab 50 Jahre setzt man stärker auf Sicherheit. Tagesgeldkonten (46%) und Sparbücher (33%) dominieren das Anlageverhalten und persönliche Beratung sowie verlässliche redaktionelle Informationen bleiben die wichtigsten Orientierungsanker.

Über alle Altersgruppen zeigt sich: Gerade bei Finanzentscheidungen kommt glaubwürdigen, journalistischen Informationsangeboten eine zentrale Rolle zu – als Grundlage für Vertrauen, Verständnis und Orientierung.

Wissen entscheidet über Anlageverhalten

Die Bereitschaft zur finanziellen Vorsorge ist vorhanden, doch vielen fehlt es an ausreichendem Wissen – was die aktive Umsetzung bremst. So fühlen sich beispielsweise lediglich 49 Prozent der Befragten gut über die Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge informiert. Hauptgründe für Defizite sind das Fehlen kompetenter Ansprechpartner (50%), mangelnde Motivation (34%) sowie Orientierungslosigkeit (25%). Entsprechend hoch ist der Beratungsbedarf: Für 67 Prozent ist ein vertrauenswürdiger Bank- oder Finanzberater eine zentrale Instanz. Digitale Tools, Apps und KI-gestützte Angebote gewinnen zwar insbesondere bei Jüngeren an Bedeutung, stoßen jedoch weiterhin auf Skepsis ‒ vor allem mit Blick auf Datenschutz und Vertrauen. Gerade hier zeigt sich: Orientierung und Glaubwürdigkeit sind entscheidende Erfolgsfaktoren für Finanzkommunikation.

Fazit: Finanzielle Vorsorge wird wichtiger – Kommunikation zum Schlüssel

„Finanzentscheidungen entstehen nicht impulsiv, sondern im Zusammenspiel aus Information, Einordnung und Vertrauen. Für Werbungtreibende ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Kommunikation muss in glaubwürdigen Umfeldern stattfinden und Menschen in ihrer Entscheidungsfindung begleiten – nicht nur am Ende, sondern entlang des gesamten Prozesses“, sagt Frank Swoboda, Senior Advertising Researcher RTL Deutschland und verantwortlich für den b4p-Trendreport Finanzen.

Clarissa Moughrabi, GIK-Sprecherin 2026: „Die b4p trends der GIK liefern aktuelle Insights zu vielfältigen Themen – nah an den Menschen und ihren realen Bedürfnissen. Der b4p-Trendreport Finanzen zeigt: In Geldfragen wünschen sich Menschen weniger schnelle Antworten als verlässliche Einordnung. Gerade in Zeiten von Unsicherheit, komplexen Finanzprodukten und KI werden journalistische Medien zu wichtigen Vertrauensankern.

Key Takeaways:

  • Viele Menschen zeigen grundsätzlich Interesse an Geldanlage, wünschen sich jedoch mehr Orientierung – insbesondere Frauen 
  • Jüngere sind offener für neue Anlageformen und digitale Unterstützung
  • Journalistischen Informationsangeboten kommt bei Finanzentscheidungen eine zentrale Rolle zu – als Grundlage für Vertrauen, Verständnis und Orientierung.
  • Kommunikation sollte verständlich und zielgruppengerecht sein 

Methodik:

Für den b4p-Trendreport Finanzen wurden von Oktober bis November 2025 deutschlandweit insgesamt 1.129 Menschen zwischen 16 und 84 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Online-Gesamtbevölkerung.

Den vollständigen Report mit weiteren Ergebnissen gibt es hier

+++

Über die GIK

Unter dem Dach der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) haben sich die fünf Medienhäuser Axel Springer, Bauer Media Group, FUNKE, Gruner + Jahr und Hubert Burda Media zusammengeschlossen. Sie betreiben gemeinsam die crossmedialen Markt-Media-Studien „best for planning“ (b4p) und „best for tracking“ (b4t), um Kunden und Marktpartnern Daten für ihre Werbeplanung zur Verfügung zu stellen und den Einsatz von Werbemitteln zu evaluieren.

Pressekontakte

Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK)

Elke Häberle

Tel. 0171 / 5457702

Mail: elke.haeberle@online.de

Axel Springer

Christian Senft

Tel.: 030 / 2591-77610

Mail: christian.senft@axelspringer.com

Gruner + Jahr Deutschland GmbH

Zarifa Schmitt

Tel.: 0221 / 456-74201.

Mail: zarifa.schmitt@rtl.de

Bauer Media Group

Katrin Hienzsch

Tel: 0171 / 977 00 64

Mail: katrin.hienzsch@bauermedia.com

Hubert Burda Media

Sebastian Singhartinger

Tel.: 089 / 9250-1311

Mail: Sebastian.Singhartinger@burda.com

FUNKE Mediengruppe

Dennis Barkhausen

Tel.: 0201 / 804 8863

Mail: dennis.barkhausen@funkemedien.de