Medien

b4p weist alle relevanten Mediengattungen für die Mediaplanung aus: 176 Zeitschriftentitel, 59 Belegungseinheiten von Tageszeitungen, 10 TV-Sender, alle ma-Radiosender, Plakat, Kino und einige kleinere Medien.

Darüber hinaus beinhaltet b4p eine Vielzahl digitaler Angebote und bildet einen Großteil der stationären Internet- und mobilen Smartphone-Nutzung ab. Ebenfalls werden zahlreiche Angebote der ma-Internet und diverse, unverzichtbare Medienpartner-Websites dargestellt: 811 Websites, 373 Angebote der mobilen Nutzung und 184 Apps.

Wie bereits im Vorjahr wird die Ausweitung des Online-Medienangebotes durch die technische Messung von stationärer und mobiler

Internet-Nutzung sowie von Apps möglich. Die dazugehörige Methodenbeschreibung finden Sie hier.

Über die Reichweiten hinaus werden alle weiteren Merkmale dargestellt, die Sie bereits aus b4p kennen und die für die Mediaplanung hilfreich sind: Nutzungsmotivationen, Aktivitäten der Nutzer in den verschiedenen digitalen Medien mit unterschiedlichen Devices, Einstellungen zu Social Media, zum Datenschutz sowie zur Akzeptanz von Werbung innerhalb der verschiedenen Mediengattungen. Als Highlight werden zahlreiche Medien-Merkmale zu unserer Medien-Nutzer-Typologie verdichtet.

Medianutzergruppen

Die Medianutzergruppen dienen einer ersten Kategorisierung der Nutzer von verschiedenen Mediengattungen (z.B. Zeitschriften, Zeitungen, Plakat, TV, Hörfunk sowie Internet, Mobile und Apps). Sie werden jeweils in vier Klassen eingeteilt, die die Nutzungsintensität beschreiben. So sieht der Mediaplaner auf einen Blick, ob seine Zielgruppe dem favorisierten Medium eher zuneigt oder nicht. Der Indikator für die Zugehörigkeit zu einer der vier Klassen ist die Kontakthäufigkeit mit einzelnen Medien dieser Gattung, also z.B. mit Zeitschriften. Diese Kontakthäufigkeiten werden aufsummiert und je nach Höhe der Summe fällt der Befragte in eine der Kategorien. Dabei wird das Median-Prinzip angewandt: Nach diesem wird die Verteilung geviertelt. Das obere, kontaktintensivste Viertel wird als „++“ bezeichnet, das untere, kontaktschwächste als „- -„. Basis der Viertelung ist die Verteilung für die gewichtete Gesamtstichprobe bzw. die Teilgesamtheiten, in denen die jeweilige Mediennutzung prinzipiell stattfinden kann, wie z.B. Onliner als Basis der Internet-Nutzergruppen.

Medienmerkmale

  • Aussagen zu Medien/Mediennutzung
  • Zeitschriftennutzung
  • Lesezirkel
  • Themeninteresse Zeitschrift
  • TV-Genres
  • Internetnutzung
  • Soziale Netzwerke
  • Second Screen

Mediakompass

Zielvorstellung

Der Mediakompass ist ein Tool, das zeigt, in welchen Mediengattungen oder deren Untergruppen sich bestimmte Zielgruppen konzentrieren, um auf diese Weise die strategische Planung wirkungsvoll zu unterstützen. Das Instrument soll möglichst einfach sein und die relevanten Informationen in einer einzigen Maßzahl liefern, dies aber trotzdem mit der erforderlichen Tiefe. Solche Informationen stellt nun der Mediakompass zur Verfügung.

Konstruktionsmethode

Der Mediakompass ist eine Weiterentwicklung der bekannten Medianutzergruppen. Für jeden Befragten werden zunächst die Kontaktwahrscheinlichkeiten mit jeder Mediengattung bzw. Untergruppe gruppenweise addiert. Jedem Befragten im Datensatz wird dann eine Maßzahl zwischen 0 und 100 zugeordnet, die die Nutzungsintensität des betreffenden Befragten mit der betrachteten Mediengattung oder Gruppe im Vergleich zu allen anderen Befragten widerspiegelt: Das Hundertstel aller Befragten mit den meisten Kontakten erhält personenindividuell die Kompass-Maßzahl 100, das Hundertstel aller Befragten

mit den zweithöchsten Gattungskontakten erhält die Maßzahl 99 usw. bis zu dem Hundertstel aller Befragten mit den wenigsten Kontakten – diese erhalten die Maßzahl 1. Hat ein Befragter mit keinem der Medien der betreffenden Gattung/Gruppe Kontakte, erhält er die Maßzahl 0.

Dieses Verfahren wird in b4p sowohl für die Mediengattungen Zeitschriften, Tageszeitungen, Radio, Fernsehen, Plakat, Internet, Mobile und Apps angewendet als auch für Untergattungen wie z.B. Programmzeitschriften oder Apps von Themenportalen.

Anwendung

Mediakompass-Auswertungen sind geeignet, einen schnellen Überblick darüber zu geben, welche Medienarten eine Zielgruppe eher häufig oder eher weniger häufig ansprechen: Vergleicht man den durchschnittlichen Kompasswert in der betrachteten Zielgruppe mit dem der Grundgesamtheit oder mit dem in einer Vergleichszielgruppe, erhält man über alle Gattungen und deren Untergruppen ein aussagekräftiges Media-Nutzungsprofil.

Typologie der Mediennutzer

Typ 1
Digitaler Networker
und Zeitverteiber

Anteil: 23%, 16,29 Mio.
Durchschnittsalter: 33 Jahre
Männeranteil: 49%

Dieser junge Typus befindet sich oftmals noch in der Ausbildung und verfügt daher über kein hohes Einkommen. Männer und Frauen gehören gleichermaßen dazu. Sie fühlen sich in der Welt des Internets und digitaler bzw. mobiler Angebote extrem wohl. An den stark genutzten sozialen Netzwerken schätzt dieser Typ die Möglichkeit der schnellen Kommunikation. Losgelöst von festen Gewohnheiten in der Mediennutzung ist Musik- und Film-Streaming besonders beliebt. Außerdem interessieren sich die digitalen Networker stark für Computerspiele, Shopping, Mode und auch Umweltthemen.

Typ 2
Analog Unterhaltungsorientierter

Anteil: 14%, 9,94 Mio.
Durchschnittsalter: 61 Jahre
Männeranteil: 9%

Dieser hauptsächlich weibliche Typ mit überwiegend niedriger Bildung und niedrigem Einkommen ist vor allem dem Fernsehen und unterhaltenden Frauenzeitschriften zugeneigt, denn bei der Mediennutzung steht Entertainment und Entspannung im Mittelpunkt. Sie lesen gerne Artikel zu Stars, Schicksalen oder auch Handarbeiten. Online und mobile Aktivitäten spielen für die über 50 Jährigen so gut wie keine Rolle.

Typ 3
Kultur- und familienorientierter Selektiv-Nutzer

Anteil: 8%, 5,63 Mio.
Durchschnittsalter: 52 Jahre
Männeranteil: 27%

Dieser überwiegend weibliche, sehr gut gebildete Typ mit hohem Haushaltseinkommen nutzt Publikumszeitschriften und regionale Tageszeitungen überproportional. Dabei stehen hochwertige Frauenmagazine und Artikel rund um Gesundheit, Garten und Food hoch im Kurs. Doch auch die Themen Haushalt, Kinder, Kunst und Kultur sind für diese Nutzer von Interesse. Auch wenn die Kinder häufi g schon älter sind, dreht sich bei dieser anspruchsvollen und engagierten Zielgruppe viel um die Familie. Das Internet nutzen sie, aber eher zurückhaltend.

Typ 4
Info-Elite

Anteil: 22%, 15,44 Mio.
Durchschnittsalter: 47 Jahre
Frauenanteil: 30%

Dieser hochgebildete, einkommensstarke, überwiegend männliche Typ mittleren Alters ist gut informiert – vor allem wenn es um Politik, Wirtschaft, Finanzen oder Sport geht. Dafür vertraut er stark auf überregionale Tageszeitungen; nutzt aber auch weitere Printmedien überproportional, ebenso Webseiten oder Apps, TV hingegen eher weniger. Insbesondere beruflich gehört das Smartphone oder Tablet fest zum Alltag, doch auch privat ist die Info-Elite bestens vernetzt.

Typ 5
Analog Informationsinteressierter

Anteil: 13%, 9,43 Mio.
Durchschnittsalter: 60 Jahre
Frauenanteil: 91%

Regionale Tageszeitungen, Programmzeitschriften oder Illustrierte – Print ist das favorisierte Medium dieser überwiegend männlichen Nutzergruppe. Häufig bereits in der Rente, interessieren sich die ab 50 Jährigen mit mittlerem Einkommen und Volksschulbildung stark für Sport, Politik, Autos und Gartenthemen. Unter anderem Western oder auch Volksmusik-Sendungen können diesen Medientypen vor den Fernseher locken. Mit digitalen Angeboten dagegen hat er wenig am Hut.

Typ 6
Digitaler Info-Scanner

Anteil: 11%, 7,95 Mio.
Durchschnittsalter: 44 Jahre
Frauenanteil: 48%

Digitale Info-Scanner sind im Schwerpunkt zwischen 20 und 49 Jahre alt, gut gebildet und stehen fest im Berufsleben. Voll digital unterwegs, rücken klassische Medien in den Hintergrund oder werden digital genutzt. Fast könnte man auch von einer digitalen Info-Elite sprechen. Bei der Mediennutzung schätzt dieser Typus zeitliche und örtliche Unabhängigkeit. Vielseitig interessiert, begeistern sich diese Nutzer sowohl für Lifestyle- als auch für Wirtschaftsthemen. Soziale Netzwerke werden vor allem beruflich genutzt.

Typ 7
Medienmuffel

Anteil: 8%, 5,78 Mio.
Durchschnittsalter: 54 Jahre
Frauenanteil: 42%

Der Medienmuffel lässt sich weder für klassische noch digitale Medien begeistern – am liebsten nutzt dieser eher einkommensschwache Typus noch das Fernsehen. Insbesondere Mittagsmagazine, Heimat- oder Volksmusik-Sendungen sind bei dieser Zielgruppe beliebt – zur Auswahl werden auch gern Programmzeitschriften zur Hand genommen. Vor allem ältere Mediennutzer ab 60 Jahren, aber auch unter 20 Jährige sind bei diesem Medientypus stark überproportional vertreten.

Werbung

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